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Neuer Monat – Neues Lied: Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht

Gott loben und seiner gedenken mit neuen Liedern:

Unser neues Lied für den Monat Juli ist GL 463 „Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht“

Das Lied steht unter der Rubrik Schöpfung und stammt aus der Gedichtsammlung „Geistliche Oden und Lieder“, die bereits zu Lebzeiten des Autors, Christian Fürchtegott Gellert, sehr verbreitet war. Gellert selbst stammt aus einer Pastorenfamilie und studierte Theologie und Philosophie.
In der ersten Strophe stellt der Autor fest, dass er, voller Bewunderung, gar nicht weiß, wie er Gott erheben, ihm gerecht und gebührend danken und loben kann. Auffällig sind die vielen Fragen in der zweiten und dritten Strophe. Auch in den weiteren Strophen hört man förmlich das Staunen über die Natur heraus. Gleich, ob Sonne, Sand, Wind oder Wurm, alle preisen Gott, alleine durch ihre reine Existenz. In der fünften Strophe kommt die Sprache auf den Menschen, der durch seinen Verstand Gott erkennen kann. Dies ist „ein täglicher Beweis“ für die Größe und Güte Gottes.
Mit dem Imperativ „Erheb“ zu Beginn der sechsten und letzten Strophe wird an den Leser appelliert Gott, den Schöpfer, weiterhin auf „ewig“ zu preisen, ihm ehrfürchtig und dankbar für seine Werke zu sein. Das Lied endet mit einer Frage „Wer wollte Gott nicht dienen?“ Warum entscheidet sich der Autor dafür sein Gedicht mit einer Frage enden zu lassen? Vielleicht möchte er damit den Leser animieren sich weitere Gedanken zu machen oder ihn zum Nachdenken zu bringen. Beobachten wir uns doch mal selbst beim Singen dieses Liedes, was die Frage am Ende bei uns bewirkt.